Labret-Piercing

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Labret-Piercing

Labret-Piercing

Piercingart


Als Oberbegriff versteht man unter Labret-Piercing generell Piercingschmuck im Lippenbereich. Oft ist mit Labret aber konkreter ein Piercing der Unterlippe gemeint, während Piercings der Oberlippe als Madonna- oder Medusa-Piercing bekannt sind. Eine Variante des Labrets führt durch die Haut in der Mitte zwischen Unterlippe und Kinn („Kinnpflock"). Das Labret-Piercing ist aber auch anderweitig vielseitig nutzbar. So wird es bspw. häufig auch in den Ohren getragen, da die Platte am Ende oft als ein höherer Tragekomfort wahrgenommen wird, als der piksige Stab eines herkömmlichen Ohrrings.

Labrets sind beliebt und haben in verschiedenen Regionen der Erde eine lange Tradition: Bereits die Azteken und Inka schmückten sich zum Beispiel auf diese Weise und auch im Norden Kanadas und in Alaska waren Labrets bis ins 20. Jahrhundert ein beliebter Schmuck. Bei den Mursi (Äthiopien), Sara (Tschad) oder Surma (Äthiopien) waren und sind Lippennagel oder -teller religiös und ästhetisch motivierte Körperverzierungen für Frauen, während bei den Kara (Äthiopien) Männer und Frauen für die optische Verschönerung auf Nagel- oder Blumen-Labrets setzen.

Heilung. Die Heilungszeit eines Labret-Piercings liegt bei rund fünf Wochen. In dieser Zeit muss die Wunde gut gepflegt werden, z. B. mit Kamille!

Gefahren. Wichtig ist, dass die untere Zahnreihe nicht zu weit in den Lippenbereich hinein steht, da sich ansonsten durch die Reibung des Schmucks an den Zahnhälsen das Zahnfleisch zurückbilden würde.

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