Nachbehandlung

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Nachbehandlung

Nachbehandlung

Pflege

Anders als eine Tätowierung, welche die Haut mehr oder weniger nur streift, durchdringt ein Piercing die Haut und stellt einen weitaus größeren Eingriff in den Körper dar. Wer lange Zeit was von seinem Piercing haben möchte, muss sich daher die Zeit für eine sorgfältige Pflege nehmen.

Hier ein paar grundsätzliche Tipps: Den Piercingschmuck während der ersten vier Monate nicht wechseln, da dies die Wunde unnötig reizt und den Heilungsprozess verzögert! Wenn sich am Piercingkanal eine Kruste bildet, diese nicht abkratzen, da dadurch die Wunde wieder aufreißt. Wenn du sie unbedingt loswerden möchtest, kannst du versuchen, sie unter der Dusche mit Wasser aufzuweichen, dann löst sie sich oft von selbst.

Am besten, du lässt dein frisch gestochenes Piercing ansonsten ganz in Ruhe. Wenn du es doch einmal berühren musst: Hände waschen und auch mit sauberen Fingern den Ring oder Stecker nur an den Kugeln anfassen! Über die Hände (Keimträger Nr. 1!) können sonst leicht Bakterien übertragen werden. Schwimmbad, Solarium und Sauna sind ebenfalls Tummelplätze für Keime und sollten bis zur endgültigen Abheilung des Piercings gemieden werden. Bei vielen Piercings ist in der Abheilungsphase übrigens auch Sport mit Vorsicht zu genießen.

Auch die richtige Reinigung des Piercings ist wichtig: Am besten geht das mit einem leicht befeuchteten Wattestäbchen und Wunddesinfektionsmittel. Zwei Mal täglich solltest du dir dafür Zeit nehmen und danach den Schmuck leicht drehen und schieben, damit das Wunddesinfektionsmittel auch in den Stichkanal gelangt. Einige Piercer empfehlen anstatt des Wunddesinfektionsmittels Eigenurin. Wenn du den Schmuck reinigst, solltest du sicherstellen, dass keine Seifenreste hängenbleiben, sondern alles gründlich mit Wasser abspülen.

Und: Nach jeder Mahlzeit kannst du zur sanften Reinigung den Mund mit Kamillentee oder stillem Mineralwasser ausspülen.

Bei Intimpiercings ist für die Abheilungsphase Enthaltsamkeit angesagt. Fremde Körperflüssigkeiten wie Speichel, Scheidenflüssigkeit oder Sperma erhöhen das Entzündungsrisiko. Mehr dazu unter Sex mit Intimpiercing.